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Steckbrief    Steckbrief   mein Leben

Die wichtigsten Daten aus meinem Leben

  • Am 28. April 1949 wurde ich in Esztergom,  Ungarn, geboren.
    Ich durfte aber nicht bei meiner Mutter bleiben, denn sie hatte ansteckende, offene Tuberkulose. Ich kam in ein Heim. Dabei blieb es auch, da meine Mutter bald darauf starb. Aus meiner Familie wollte oder konnte mich niemand aufnehmen.

  • 1952, am Karfreitag, kam ich nach etlichen Irrwegen zu meiner Adoptivfamilie, die in einem Vorort von Budapest zu Hause war.
    Sie bestand aus "Anyu", "Apu"  und meinen älteren Adoptivschwestern A* und Zsófia (die waren  mit damals  20 und 17 Jahren schon praktisch erwachsen und ich betrachtete sie als meine "Mitmamis")

  • bis 1955 wurde ich, noch in Ungarn, in die erste Klasse eingeschult.

  • Nach den drei Monaten Sommerferien, 1956, war's für mich mit dem Lernen zu Ende. Das heisst, ich ging nicht mehr zur Schule! Das war nicht mehr gut möglich, denn die Vorwehen der Revolution waren schon zu spüren. Meine ältere Schwester war schon immer sehr rebellisch und für die Regierung ein rotes Tuch, und zudem traf sie sich oft mit Gleichgesinnten bei uns zu Hause. Ich hätte etwas ausplaudern können, das für sie Folgen gehabt hätte. So hatte ich dank vieler Ausreden meiner Eltern und einer verständigen Lehrerin "Schulverbot".

  • Im Dezember 1956 nahm ich zusammen mit meiner Adoptivfamilie den langen Weg Richtung Freiheit unter die Füsse. Die ältere Schwester war schon längst untergetaucht.

  • Weihnachten 1956 verbrachte ich im Flüchtlingslager Lenk in der Schweiz. Hier genoss ich bis Januar 1957 wirklich volle Freiheit, ohne Schule, ohne Drill; nur pure Sonne, Schnee und viel Schlittelvergnügen!

  • Kurz vor Ostern 1957 ging es  —  oh Schreck, auf Deutsch!  —  weiter mit der Schule in Basel, zuerst bis Frühling 1961 in der Primarschule des Gundeldingerschulhauses, dann bis zur Maturität 1969 im Mädchengymnasium am Kohlenberg in Basel.

  • Zwischen 1969 und 1971 absolvierte ich das Lehrerseminar in Basel.

  • 1971 übernahm ich, nun als stolze Basler Bürgerin, eine Klasse in Kleinbasel und als diese aus der Primarschule heraus gewachsen war, bekam ich dann nochmals eine Klasse.

  • Bald lernte ich meinen Mann kennen und wir heirateten
    1975. Ich wurde dadurch zur Gunzwilerin, Luzern.

  • 1983 adoptierten wir unser erstes Kind, einen Knaben aus Mumbay.

  • 1985 folgte dann unsere Tochter, aus dem gleichen Heim.

  • 1989 bezogen wir unser Haus, in dem unsere Kinder hoffentlich frei aufwachsen konnten.

  • Seit Ende 2007 ist die Jungmannschaft endgültig und vollständig ausgezogen, wir "Alten" sind zurückgeblieben und fangen an, unseren Lebensweg in neuer Zweisamkeit zu gestalten.
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